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  • Bahnprojekt Stuttgart-Ulm, © its-projekt.de / Thomas Niedermüller

Bahnprojekt Stuttgart-Ulm

Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm ist eines der größten und spektakulärsten Infrastrukturprojekte Europas und damit weit mehr als nur ein Bahnhof. Das Projekt bietet städtebauliche, ökologische und ökonomische Vorteile für die Region Stuttgart. Der InfoTurmStuttgart (kurz: ITS) informiert über die Hintergründe und bietet überraschende Einblicke. 

Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm – das umfasst das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm. Im Rahmen von Stuttgart 21 wird der Bahnknoten Stuttgart neu geordnet: Aus dem Stuttgarter Kopfbahnhof wird ein leistungsfähiger Durchgangsbahnhof mit vier neuen Bahnhöfen und über 50 Kilometern neuer Strecke. Durch die Entfernung der alten Gleisanlagen wird gleichzeitig der Weg frei für die Stadtentwicklung der Zukunft. Der Schlossgarten wird erweitert und es entstehen zusätzliche Grünflächen. Das neue Rosenstein-Quartier, das als Stadtteil hinter dem Hauptbahnhof gebaut werden wird, soll nachhaltig und klimagerecht sein. Das Konzept des neuen Bahnhofs basiert auf dem Entwurf von ingenhoven architects aus Düsseldorf. Architektonisches Highlight sind die 28 Kelchstützen, die neue Maßstäbe in der Kombination von Statik und Design setzen. Neben der stützenden Funktion für das Bahnhofsdach, leiten die Kelchstützen durch ihre Form das Tageslicht direkt von außen in die Bahnsteighalle. 
Die rund 60 Kilometer lange Neubaustrecke Wendlingen-Ulm – über die Hälfte der Strecke verläuft in Tunneln – ermöglicht einen schnellen und komfortablen Weg über die Schwäbische Alb. Der Flughafen Stuttgart kann künftig in nur 8 Minuten (bisher 27 Minuten) erreicht werden und wer beispielsweise von Ulm nach Stuttgart fährt, verkürzt seine Reisezeit um knapp die Hälfte auf 30 Minuten (bisher 56 Minuten). 

Die Ausstellung im ITS informiert umfassend auf vier Ebenen über das Bahnprojekt und die damit verbundenen Zukunftsthemen. Viele digitale Inhalte veranschaulichen die Entwicklungen. Die raumfüllende Projektion „The Cave“ macht es schon heute möglich, den Bahnhof von morgen zu erforschen. Und das Bahnhofsmodell mit Rosenstein-Quartier erwacht dank Augmented Reality (AR) zum Leben. Den besten Blick auf die Baustelle erhaschen die Besucher von der Dachterrasse, von wo aus das Baugeschehen quasi live verfolgt werden kann. Für Tagungen in einmaliger Lage steht im ITS übrigens auch ein knapp 30 Meter über der Baugrube befindlicher Konferenzraum bereit. 
Neben Führungen durch die Ausstellung, bietet das ITS auch diverse Baustellenführungen an, die Interessierte das Bauvorhaben näherbringen. 
 

(346 Wörter im Artikel)